Überblicksführung "Drucken ohne Farbe. Graphische Experimente ab 1960"

Zahlreiche Auf- und Umbrüche sowie das generelle Infragestellen bestehender Gattungsgrenzen kennzeichnen die Kunst der 1950er und 1960er Jahre. Auch im Bereich der Druckgraphik rüttelten damals viele Künstler an bis dato festen Gesetzmäßigkeiten und suchten nach neuen Techniken und Bildformen. Eines dieser Experimente, Graphik ganz neu zu denken, kreist um den Versuch, beim unmittelbaren Druckvorgang nicht mittels Farbe, sondern auf alternativen Wegen sichtbare Spuren auf dem gewählten Bildgrund zu hinterlassen. Der Präge- oder auch Reliefdruck etwa lässt Graphiken entstehen, die nur auf der plastischen Verformung ihres Trägermediums basieren und ihren besonderen Reiz aus dem Spiel von Licht und Schatten ziehen. Durch das Ausstanzen bestimmter Partien sprengen auch Perforierungen wie Lucio Fontanas „Teatrini“ die traditionelle Zweidimensionalität der Gattung. Dass Drucken ohne Farbe keineswegs immer zu farblosen Ergebnissen führen muss, beweisen schließlich Material- und Foliendrucke.Bitte beachten Sie: Teilnehmen dürfen max. 10 Personen. Alle Teilnehmer*innen sitzen während der Führung mit Mund-Nasen-Bedeckung auf mobilen Museumshockern mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern untereinander und zum Guide. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir von jeder teilnehmenden Person die Kontaktdaten erheben, die selbstverständlich nach vier Wochen wieder gelöscht werden. Ihren Namen sowie Ihre Mailadresse oder Telefonnummer tragen Sie bitte vor Beginn der Führung in ein Formular ein, das an der Kasse ausliegt.

Zielgruppe: allgemein
Dauer:
Datum: 26.01.2020 bis 19.07.2020